„Germany’s Next Top EEG“: Der Reformvorschlag des BDI

Die Bloggervereinigung "Energieblogger", zu der auch der "Energieblog Niedersachsen" gehört, sucht gemeinsam nach Germany’s Next Top EEG. Ziel der Aktion ist es, etwas Licht in den Dschungel der verschiedenen im Umlauf befindlichen Vorschläge und Reformkonzepte zum EEG zu bringen. Sie werden einander gegenüber gestellt und dadurch eine Vergleichbarkeit der Studien ermöglicht. Die zentrale Frage bleibt jene, nach dem sinnvollsten Vorgehen für das weitere Vorankommen der Energiewende in Deutschland (und Europa). Welche Idee bietet die besten Aussichten auf einen Erfolg?

 

 

Energieblog Niedersachsen untersuchte dafür das Reformkonzept des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. :

 Ulrich Grillo ist seit 1. Januar 2013 Präsident des BDI.
Ulrich Grillo ist seit 1. Januar 2013 Präsident des BDI.

Energiewende ganzheitlich denken

Handlungsempfehlungen des BDI für ein zukunftsfähiges Marktdesign

 

Vorwort des BDI-Papiers:

Die Energiewende und die Energiepolitik in Deutschland haben einen fundamentalen Einfluss auf die Energiemärkte, das Zusammenspiel der Akteure und die entstehenden Kosten für alle Verbraucher. Neben der derzeit vorherrschenden Unsicherheit über den zukünftigen Rechtsrahmen, infolge derer die Marktteilnehmer kurzfristiger planen und handeln, bringt es vor allem der momentan steigende Anteil volatiler erneuerbarer Energien mit sich, dass die Gesamtsystemkosten deutlich anwachsen.

Allgemeine Informationen über das Grundsatzpapier

Konzeptname: Energiewende ganzheitlich denken, Handlungsempfehlungen des BDI für ein zukunftsfähiges Marktdesign

Erscheinungsdatum: Oktober 2013

Durchführende Organisation: Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.

Autoren: Dr. Carsten Rolle, Dennis Rennschmidt

PDF-Download: www.bdi.eu

Ausgehend von der „Kompetenzinitiative Energie“, in der die Grundlagen für die Diskussion um den Strommarkt der Zukunft gelegt wurden, hat der BDI gemeinsam mit seinen Mitgliedern ein Konzept zum Strommarktdesign erarbeitet. Die Breite der deutschen Industrie steht hinter diesem Konzept, das durchaus als Grundsatzpapier verstanden werden darf. Mit den vorliegenden politischen Handlungsempfehlungen beziehen wir Stellung zu den relevanten Fragen des Strommarktdesigns. Maßstab und Leitbild für den BDI sind dabei eine marktwirtschaftliche


und zugleich europäisch ausgerichtete nachhaltige Energiepolitik. Für uns steht fest: Es existieren verschiedene, aber nicht voneinander zu trennende Handlungsfelder, die es zu bearbeiten gilt. Daher kann nur eine ganzheitliche Betrachtung zu einem zukunftsfähigen Strommarkt führen. Alle Beteiligten müssen endlich die „Energiewende ganzheitlich denken“!

 

Die wesentlichen Eckpunkte des Reformvorschlags auf einen Blick

 

Marktdesign ist vielfältig und umfassend

Die Neugestaltung des Marktdesigns der Zukunft findet auf verschiedenen Handlungsfeldern statt. Neben der Wirtschaftlichkeit von Kraftwerken zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit stehen die Marktintegration und Kosteneffizienz für erneuerbare Energien, die Investitionsanreize für den Klimaschutz, die Zukunftsfähigkeit der Finanzierung der Stromnetze sowie die notwendigen Flexibilisierungsoptionen. Man springt zu kurz, wenn man eines der Handlungsfelder ausklammert. Nur eine ganzheitliche Betrachtung führt zu einem optimalen Ergebnis.

 

Ordnungspolitische Leitplanken sind notwendig und hilfreich

Bei der Entscheidungsfindung in den einzelnen Handlungsfeldern müssen grundsätzliche Prinzipien feststehen, damit ein schlüssiges zukünftiges Marktdesign entstehen und bestehen kann. Es muss gelten:

  • Wettbewerb vor Regulierung!
  • Ein Ziel - ein Leitinstrument!

 

Europäische Lösungen gehen vor nationalen Alleingängen

Die Energiewende kann nur europäisch gelingen. Die deutsche Energiepolitik muss daher mit der europäischen Energiestrategie und unseren Nachbarländern koordiniert werden. Ein möglicher zweistufiger Weg der Umsetzung besteht in anfänglichen Kooperationen auf regionalen, grenzüberschreitenden Märkten, die schließlich zusammengeführt werden in einen effizient funktionierenden europäischen Strommarkt.

 

Kosteneffizienz und Wettbewerbsfähigkeit sind elementare Ziele

Die Belastungsgrenze für die Stromverbraucher – private und Unternehmen – durch die Kosten der Energiewende ist bereits überschritten. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie ist in Gefahr. Daher müssen die Gesamtkosten der Energiewende mithilfe eines effizienten neuen Marktdesigns zum entscheidenden Maßstab für den Erfolg der Energiewende gemacht werden.

 

Gegen die übereilte Einführung eines dauerhaften Subventionsmechanismus – Versorgungssicherheit schrittweise gewährleisten

Um die Versorgungssicherheit in Form von Vorhaltung gesicherter Leistung in ausreichender Höhe zu gewährleisten, ist die Wirtschaftlichkeit von auch weiterhin notwendigen konventionellen Kraftwerken sicherzustellen. Dies geschieht vorzugsweise über die Ertüchtigung des Energy-Only-Marktes, der momentan diese Anforderung nicht mehr erfüllt, sowie über das Zusammenwachsen der nationalen Märkte in Europa. Übergangsweise kann die Option einer Strategischen Reserve hilfreich sein. Wenn trotz dieser Maßnahmen und einer Reform der Förderung erneuerbarer Energien keine Bereitstellung ausreichend fester Erzeugungskapazitäten sichergestellt werden kann, können Ergänzungszahlungen zum WholesaleMarkt zulässig sein. Diese dürfen nur solange bestehen, bis sichergestellt ist, dass dauerhaft ausreichend gesicherte Leistung bereitgestellt werden kann. Voraussetzung ist eine europäische Einbindung im Rahmen des Market-Coupling.

 

Erneuerbare Energien in den Markt integrieren

Die Förderung der erneuerbaren Energien über Einspeisetarife hat in der Vergangenheit dazu beigetragen, den Ausbau voranzutreiben und die Technologien in Richtung Marktreife weiter zu entwickeln. Bei einem Anteil der erneuerbaren Energien von mittlerweile rund einem Fünftel an der Bruttostromerzeugung kann über diesen Mechanismus jedoch keine bedarfsgerechte Stromerzeugung mit Angebots- und Nachfragestrukturen mehr gewährleistet werden. Daher müssen die erneuerbaren Energien über die Direktvermarktung integriert werden. Die Förderung findet hierbei über eine Marktprämie statt, die für Technologien in einem frühen Stadium ihres Lebenszyklus technologiespezifisch zu gestalten ist.

 

Klimaschutz durch Fokussierung stärken

Inkonsistenzen und Überlagerungen bei der Energie- und Klimapolitik zeigen es: weniger ist manchmal mehr. Das EU-Zertifikatesystem EU-ETS ist ein effektives und marktorientiertes Instrument, um die europäisch gesteckten Klimaziele kosteneffizient zu erreichen. Deswegen muss das EU-ETS als Leitinstrument der europäischen und deutschen Klimapolitik für den Zeitraum ab dem Jahr 2020 etabliert werden und mit anderen Instrumenten, insbesondere der Förderung von erneuerbaren Energien und der Regulierung beim Thema Energieeffizienz, kostenseitig aktiv verknüpft werden. Das bedeutet, dass sowohl die Ziele als auch die Instrumente zum Klimaschutz so zu koordinieren sind, dass die Gesamtkostenbelastung nicht weiter steigt. EU ETS, Erneuerbaren-Ausbau und Energieeffizienzsteigerungen müssen in eine kohärente energie- und klimapolitische Gesamtstrategie integriert werden.


Netzausbau verursachungsgerecht finanzieren

Wer Kosten für den Netzausbau verursacht, muss diese auch mittragen. Daher müssen für Erzeuger von Strom aus erneuerbaren Energien bei der Übernahme der Anschlusskosten die gleichen Bedingungen gelten wie für konventionelle Anlagen. Die weniger über die elektrische Arbeit als vielmehr stark fixkostenbasierten Netze müssen außerdem über eine stärkere leistungsbasierte Komponente bei den Netzentgelten abrechenbar sein.


Flexibilitätsoptionen entlang der Versorgungskette erschließen

Flexibilitätsoptionen stellen einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit dar. Neben Speichern und flexiblen Kraftwerken kann hier vor allem die Nachfrageflexibilisierung unterstützend eingreifen. Um diese marktbasiert zu steigern, müssen die Präqualifikationsbedingungen von Verbrauchern zur Teilnahme am Regelenergie- und Regelleistungsmarkt erleichtert werden.

 

Offene Fragen

Die Antworten stellen nicht die Meinung Energieblog Niedersachsens dar, sondern sind inhaltlich dem Positionspapier des BDI entnommen und somit deren Aussage.

 

Wie unterscheidet sich das BDI-Papier vom bisherigen EEG bzw. warum glaubt der BDI, dass das Bestehende geändert werden muss?

Der BDI sieht im Unterschied zum bestehenden EEG vor allem einen Weg in eine marktorientierte Erneuerbare Energieerzeugung. Das heißt: Weg vom Energy-Only-Market mit garantierter Einspeisevergütung hin zu einem sich im Wettbewerb mit allen anderen Stromerzeugern behauptenden Stromanbieter. Der derzeitig bestehende Einspeisevorrang Erneuerbarer mit staatlich garantierten Einspeisevergütungen erlaubt kaum Anreize zu kostenoptimierter Energieerzeugung.


Fördert dieses System eher eine zentrale oder dezentrale Energieversorgung?

Die dezentrale Energieversorgung steht insofern im Fokus, weil auch die Flexibilisierung von Lasten und der Teilnahme an der Nachfrage an Leistungs- und Energiemärkten gefördert werden soll. Allein die Vermarktung flexibler Lasten ist nur rein dezentral möglich.

 

Wie definiert der BDI die Energiewende?

Mit den vorliegenden politischen Handlungsempfehlungen bezieht der BDI Stellung zu den relevanten Fragen des Strommarktdesigns. Maßstab und Leitbild für den BDI sind dabei eine marktwirtschaftliche und zugleich europäisch ausgerichtete nachhaltige Energiepolitik. Für uns steht fest: Es existieren verschiedene, aber nicht voneinander zu rennende Handlungsfelder, die es zu bearbeiten gilt. Daher ann nur eine ganzheitliche Betrachtung zu einem zukunftsfähigen Strommarkt führen. Alle Beteiligten müssen endlich die „Energiewende ganzheitlich denken“!  Dies bedeutet für uns auch: es bedarf einer Senkung der Belastung für Unternehmen, die bereits heute die Hälfte der Energiewendekosten schultern. Es ist daher zu prüfen, ob alternative Finanzierungsformen die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen besser erhalten und steigern können als die derzeitigen vorwiegend umlagebasierten Ansätze. Über die Gesamtkostenbelastung muss ein regelmäßiges Monitoring durchgehend Transparenz herstellen. Nur eine erfolgreiche Energiewende, aus der die Industrie gestärkt hervorgeht, wird im Ausland Nachahmer finden. 

 

Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss zwischen Bund und Ländern (sowie ggf. auf europäischer Ebene) koordiniert werden. Regionale Gegebenheiten müssen

dabei einerseits eine stärkere Berücksichtigung finden andererseits darf die Energiewende nicht durch regionale Einzelinteressen verteuert oder gefährdet werden.

 

Welches übergeordnete Ziel liegt dem Vorschlag zu Grunde? (Beispiel: 100% Erneuebare bis 20xx)

Ganz Klar: Wettbewerb vor Regulierung. Weiter stellt das Konzept ganz klar das Thema Kosteneffizienz und Wertschöpfung durch die Energiewende in den Vordergrund.

 

Aus dem BDI-Papier: Ein zukünftiges Marktdesign muss die formulierten Ausbauziele für erneuerbare Energien berücksichtigen und die Balance zwischen Versorgungssicherheit, Kosteneffizienz und Umweltverträglichkeit gewährleisten. Dies beinhaltet insbesondere bezahlbare und im internationalen Vergleich wettbewerbsfähige Strompreise. kurzfristig sind für einzelne Handlungsfelder Übergangslösungen möglich und zum Teil auch notwendig, das heißt ein langfristig tragfähiges Marktdesign wird nur auf einem Transformationspfad erreicht werden können. Hohe Priorität hat es, die erneuerbaren Energien näher an den Markt heranzuführen und ihre Kosteneffizienz zu verbessern, um die Belastungen für die Verbraucher zu begrenzen. Der Anlageninvestor von erneuerbaren Energien muss hier schrittweise mehr in die unternehmerische Verantwortung genommen werden, indem er in die Vermarktung seines Produktes stärker eingebunden wird. Das bedeutet auch, dass die Entschädigung für Betreiber von Erneuerbaren-Anlagen für Strom, der aufgrund von Netzengpässen nicht eingespeist werden kann („Wegwerfstrom“), für Neuanlagen gestrichen wird. Außerdem ist die Versorgungssicherheit in Form von ausreichenden regelbaren Kraftwerken zu gewährleisten. Derzeit bestehen im konventionellen Kraftwerkspark in Summe Überkapazitäten. Nach aktuellen Prognosen der Bundesnetzagentur ergibt sich für Ende 2018 bundesweit ein positiver Saldo von angekündigten Stilllegungen und Kraftwerksneubauten von 1.003 Megawatt und in Süddeutschland ein negativer Saldo von ca. 5.600 Megawatt.

 

Wie sieht die Finanzierung dieses Modells aus? Gibt es schon genaue Berechnungen dazu? Falls ja (bitte S. im Konzept angeben)

Genaue oder abgeschätzte Kosten für für die Finanzierung des BDI-Modells gibt es  nicht.

 

Welche Energieform wird von diesen Änderungen am meisten profitieren und bei welchen sollte der Ausbau verlangsamt werden?

Der BDi sieht keine besonderen Profiteure oder Verlierer bei der erneuerbarenb Energieerzeugung der Zukunft. profitieren soll derjeniege, der die kosteneffizienteste Lösung anbietet, egal mit welchwer Technologie.

 

Wie bringt dieses System Kostenwahrheit in den Markt? Werden externe Kosten beachtet?

Grundsätzlich muss aus Sicht des BDI die Frage beantwortet werden, wie die Preisbildung für Strom im zukünftigen System marktwirtschaftlich gestaltet werden kann. Die sehr hohe Kapitalintensität stellt in Verbindung mit geringen Grenzkosten die Grenzkostenpreisbildung für elektrische Arbeit (Kilowattstunden) in Frage. In Anlehnung an die Preismodelle anderer Branchen, z. B. der Telekommunikation, gilt zu prüfen, ob zukünftig die Menge der zu einem Zeitpunkt und Ort angebotenen bzw. abgerufenen Leistung (Kilowatt) gehandelt wird. Damit verknüpft ist die Anforderung, Investitionen sowie Angebot und Nachfrage auf dem Strommarkt nach marktwirtschaftlichen Prinzipien zu organisieren. Andernfalls drohen hohe Systemkosten. Sollte sich der Strompreis je Kilowattstunde im Wesentlichen nur aus Netzkosten und EEG-Umlage zusammensetzen, ginge auf der Angebotsseite jegliche Steuerungsfunktion des Marktpreises verloren, weil die langfristigen Durchschnittkosten der Produktion keinen Einfluss mehr auf den Marktpreis hätten. Da die Kosten der Energiewende aus dem Ruder laufen, muss ein zukünftiges Marktdesign vor allem effektiv und kosteneffizient sein. Um echte Investitionsanreize zu setzen, muss es langfristig für alle Marktakteure Planungssicherheit bieten, indem es klare und verlässliche Rahmenbedingungen für die Angebots- und Nachfrageseite formuliert.

 

Wie sieht im Konzept das Zusammenspiel der verschiedenen Energieformen aus? Gibt es sinnvolle Lösungen und die nötigen Anreize für den Ausgleich von Stromproduktionsschwankungen und zur Stromspeicherung?

Heute bilden sich die Preise auf dem Markt für Energie und Leistung nach dem auf wettbewerblichen Märkten üblichen Grenzkostenprinzip. Die Grenzkosten des Anbieters, dessen Produktion gerade zur Bedienung der Nachfrage benötigt wird, bestimmen den Marktpreis. der BDi meint dazu: In einem Stromsystem mit einer großen Kapazität äußerst geringer Grenzkosten, kann dieses Prinzip zu Problemen führen. Bisher agieren nur geringe Teile der Stromnachfrage in ihrem Verbrauchsverhalten preisgesteuert. Die marktbasierte Flexibilität der Stromnachfrage muss daher gesteigert werden. Außerdem sind die Kosten von Flexibilitätsoptionen (d. h. Kraftwerke, Speicher und Lastmanagement) zu berücksichtigen. Die Märkte und Produkte hierfür sind bereits vorhanden. Deren Zugänge müssen jedoch erleichtert und weiterentwickelt werden, so dass Investitionsanreize entstehen.

 

Ist auch das Thema Wärme in dem Konzept enthalten?

Bislang nicht.

 

Welche Rolle spielt die Möglichkeit von Bürgerpartizipation in dem Modell?

Bislang keine.

 

Wie stark spielt Klimaschutz und CO2 Reduktion eine Rolle in dem Vorschlag?

Hier nennt der BDI keine spezifischen Ziele: Langfristige und international bindende CO2-Reduktionsziele können über geeignete Instrumente marktbasierte Anreize für Klimaschutz setzen. Außerdem müssen durch die aktuelle Doppelregelung im Bereich Klimaschutz durch erneuerbare Energien- und CO2-Regime sich überlagernde Effekte beseitigt werden.

 

Übersichts-Check-Box

Differenzierung Ja Teilweise  Nein
Technologiespezifisches Modell (unterschiedliche Energieformen werden unterschiedlich behandelt)      X
Regional differenziertes Modell (auf regionale Gegebenheiten wird Rücksicht genommen)      X
Technologieneutrales Modell  X    
 Vergütung  Ja  Teilweise  Nein
 Einspeisevergütung (ct/KWh)     X
 Marktprämie (ct/kWh) X    
 Kapazitätsprämie (in €/KW) X
   
 Quotenmodell   X  
 Investitionszuschuss   X
 
 Andere  X    
Finanzierung  Ja  Teilweise  Nein
Umlageverfahren über Börsenstrompreis     X
CO2-Steuer X    
Über ETS/EU-Emissionshandel) X    
Budget     X
Gesamtkosten bereits kalkuliert     X
Ganzheitlichkeit Ja Teilweise Nein
Anreize für Energieeffizienz werden berüchsichtigt   X  
Schließt den Wärmesektor in den Betrachtungen mit ein     X
Schließt den Verkehrssektor in den Betrachtungen mit ein     X
Beinhaltet Lösungen und Anreize für den Ausgleich von Stromproduktionsschwankungen und zur Stromspeicherung     X
Klimaschutz ist Bestandteil des Modells X    
Dezentralität steht im Fokus      X
Investitionssicherheit besteht auch für kleine Akteure   X  
Jährliches Ausbauvolumen begrenzt     X
100% Erneuerbare sind das oberste Ziel     X

 

Fazit

Das Reformkonzept des BDi "Energiewende ganzheitlich denken, 

Handlungsempfehlungen des BDI für ein zukunftsfähiges Marktdesign" baut auf eine zu allen anderen Quellen im Wettbewerb stehende Stromproduktion aus erneuerbaren Energien. Ohne Förderung, Technologieneutral und auf eine auf Kosteneffizienz bauende Stromerzeugung. Das heißt: Wer den kostengünstigsten Strom erzeugen kann, soll liefern.

 

Dezentralität findet im Konzept nur Raum bei der Vermarktung flexibler Lasten. Diese wiederum sind nach aktueller Rechtslage Kleinerzeugern verschlossen.

 

Die Finanzierung ist ganz außen vor gelassen worden. Ohne einen konstruktiven Vorschlag, wie die Ideen des BDI finanziert, vor allem besser finanziert, werden können als jetzt, bleibt der Vorschlag eine Vision und keine Alternative.

 

Aus Sicht Energieblog Niedersachsens spricht das Konzept, trotz vorhandener gut gemeinter volkswirtschaftlicher Ansätze, absolut gegen eine Bürgerenergiewende. Das Wettbewerbskonzept wird sicher in Punkto Stromproduktion aus Erneuerbaren die Großkonzerne preislich im Vorteil lassen und die Bürgerproduktion ins Abseits drängen.

 

Weitere Informationen

 

Germanys Next Top EEG "GNTEEG"

 

Weitere Untersuchungen von Reformvorschlägen der Energieblogger

rae, feb 2014

Der Autor: Andreas Raetsch

Steigende Energiepreise, die Endlichkeit konventioneller Energieträger und der drohende Klimawandel erfordern neue Ideen und Maßnahmen für die Energieerzeugung der Zukunft sowie Technologien zum effizienten Energieeinsatz.

 

Auf meiner Website informiere ich über neue und innovative Technologien, Möglichkeiten zur Energieeffizienzsteigerung, energiepolitische Entwicklungen, immer mit einem Auge auf die Region Hannover, und über Grundlagen der Energieerzeugung und -verwendung.

 

Ich möchte damit meinen Beitrag zur, vor allem dezentralen, Bürger-Energiewende und für eine nachhaltige, vor allem sinnvolle Energieerzeugung sowie - verwendung leisten. Als leidenschaftlicher Energiereferent und Energieeffizienzberater, veranstalte ich Seminare und referiere über das Thema Energie, schreibe energiewirtschaftliche und -politische Artikel und berate Unternehmen aus Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie bei der wirtschaftlichen Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen sowie bei der Einführung von Energiemanagementsystemen.

 

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Topthema Strompreis 2014

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