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07

Mär

2014

EEG-Konto weist Ende Februar erstmals Milliarden-Überschuss auf

Seit September 2013 übersteigen die monatlichen Einnahmen auf dem EEG-Kontos die Ausgaben, seit Januar 2014 ist der Gesamtstand im EEG-Konto wieder im positiven Bereich und nun erreicht der Gesamtüberschuss bereits die Marke von rund 1,2 Milliarden Euro.

 

Innerhalb von fünf Monaten ist damit aus einem Gesamt-Defizit von mehr als zwei Milliarden Euro ein Überschuss in Milliardenhöhe geworden. Und es ist davon auszugehen, dass sich dieser Überschuss auch in den kommenden Monaten weiter erhöht. In den vergangenen Jahren wurden im Konto nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz: EEG-Konto), das von den Übertragungsnetzbetreibern geführt wird, jeweils bis einschließlich April Monat für Monat Überschüsse erzielt.

Monatsüberschuss steigt im Februar auf über 900 Mio. Euro

Ende Januar 2014 verzeichnete das EEG-Konto erstmals seit 19 Monaten wieder einen Gesamtüberschuss. Dieser betrug 234 Mio. Euro. Im Februar überstiegen dann die monatlichen Einnahmen die Ausgaben um 944 Mio. Euro. Das ergibt Ende Februar einen Gesamtüberschuss in Höhe von 1,178 Mrd. Euro. Der Überschuss auf Monatsbasis hat sich dabei im Vergleich zu Januar 2014 (+459 Mio. Euro) deutlich ausgeweitet.

 

Höhere Einnahmen und geringere Ausgaben lassen Kontostand steigen

Auf der Einnahmenseite konnten alleine im Februar 2,252 Mrd. Euro verbucht werden (Jan. 2014: 1,891 Mrd. Euro). Größter Einzelposten bei den monatlichen Einnahmen sind die Zahlungen der EEG-Umlage durch die Verbraucher. Diese Zahlungen beliefen sich im Februar 2014 auf 2,116 Mrd. Euro (Jan. 2014: 1,747 Mrd. Euro). Die Einnahmen aus der zwangsweisen Vermarktung des EEG-Stroms an der Strombörse haben sich hingegen auf 124 Mio. Euro weiter reduziert (Jan. 2014: 127 Mio. Euro). Ursache für diesen rückläufigen Einnahmenposten sind die sinkenden Strompreise an Börse.

 

Während sich die Einnahmen im Februar erhöht haben, sind die Ausgaben auf Monatssicht im Februar auf 1,308 Mrd. Euro gesunken (Jan. 2014: 1,432 Mrd. Euro). Diese setzen sich vor allem aus den Vergütungszahlungen (657 Mio. Euro) und den Prämienzahlungen (642 Mio. Euro) an die EEG-Anlagenbetreiber zusammen. Beide Positionen haben sich im Vergleich zum Januar 2014 verringert.

 

Vermarktungsmechanismus für EEG-Strom problematisch

Der aktuelle Vermarktungsmechanismus für den EEG-Strom bleibt allerdings umstritten: Denn die Einnahmen aus dem Verkauf des EEG-Stroms an der Strombörse sind im Jahr 2013 um etwa 29 Prozent auf 2,06 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Ein Trend, der sich auch in 2014 bislang fortzusetzen scheint. Über den derzeit gültigen Vermarktungsmechanismus wird der EEG-Strom gar nicht als "grüner" Strom vermarktet, sondern als konventioneller "Graustrom" ohne Grünanteil.

 

Weil der Strompreis an der Börse seit dem Energiewende-Beschluss in Deutschland entgegen den Erwartungen nicht steigt, sondern fällt, steigt auch die EEG-Umlage wegen der höheren Differenzkosten überproportional an. Ursache für diese Entwicklung ist die zunehmende Menge an erneuerbaren Energien, die das konventionelle Stromangebot an der Strombörse kräftig steigen lässt und so für sinkende Preise sorgt. Dieser Preis-Einbruch kommt beim Verbraucher bislang zwar nicht an, da die Versorger die gesunkenen Börsen- und Einkaufspreise kaum weitergeben, hat aber nach wie vor Auswirkungen auf das EEG-Konto.

 

rae, mär 2014
Quelle: IWR

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