Do

06

Mär

2014

Erneuerbare Energiewende jetzt!

#EWJetzt  : Steigen durch die Erneuerbaren Energien die Strompreise? Was passiert, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint? Ist die Energiewende sozial ausgewogen? Auch wenn viele Vorurteile und Bedenken gegen die Erneuerbaren Energien es immer wieder in die Berichterstattung der Medien schaffen, treffen sie deshalb lange noch nicht zu!

 

Gute Gründe für Erneuerbare Energien

Es gibt gute Gründe für den Umstieg auf Erneuerbare Energien: Sie sind ein Gewinn für die Gesellschaft. Sie ersetzen fossile Energien, die Umwelt und Klima schaden und uns und den kommenden Generationen jede Menge versteckter Kosten aufbürden. Erneuerbare dagegen haben ehrliche Preise. Außerdem sind sie bürgernah, stärken die Wirtschaftskraft und machen unabhängig von fossilen Brennstoffen.

 

Erneuerbare Energien sind günstiger als fossile Energieträger

Mit der einseitigen Debatte um steigende Strompreise wird immer wieder Stimmung gegen die Energiewende gemacht. Den Ausbau der Erneuerbaren Energien maßgeblich für die Entwicklung der Energiepreise verantwortlich zu machen, geht jedoch völlig an der Realität vorbei.

 

Richtig ist vielmehr, dass es vor allem dort teuer wird, wo der Umstieg auf Erneuerbare Energien nicht vorankommt. Während die Erneuerbaren-Anlagen stetig effizienter und günstiger Energie produzieren, verteuern sich die schwindenden fossilen Energieträger mittelfristig immer weiter.

 

Seit 2000 stieg beispielsweise der Preis für Heizöl doppelt so stark wie der Strompreis. Die Importkosten für Steinkohle, Öl und Gas summierten sich in Deutschland allein für das Jahr 2012 auf 93 Milliarden Euro. Prognosen zufolge werden diese Kosten bis 2030 auf jährlich 140 Milliarden steigen.

 

Die wachsenden Einsparungen durch den Einsatz Erneuerbarer Energien müssen in eine ernst gemeinte Kostendebatte einfließen. 2012 konnten die Erneuerbaren hierzulande fossile Energieträger im Wert von 11 Mrd. Euro ersetzen. Und auch die Vermeidung von versteckten Kosten für Umwelt- und Gesundheitsschäden muss den Erneuerbaren gutgeschrieben werden.

 

Erneuerbare Energien sind dezentral und bürgernah

Die großen Energiekonzerne wollen die Energiewende bremsen, denn ihnen und ihren Aktionären gehen durch den dynamischen Ausbau der Erneuerbaren Energien rasant Marktanteile verloren. Wo einst die großen Vier Milliardengewinne untereinander aufteilten, profitieren zunehmend Mittelstand und Privatpersonen, weil die Förderung Erneuerbarer Energien den Wettbewerb auf dem Strommarkt stärkt.

 

Vorrang und sichere Vergütung für Erneuerbare Energien erlauben es Stadtwerken, mittel­ständischen Unternehmen oder Privatpersonen, mit eigenen Kraftwerken in den Markt einzusteigen. Ohne diese Mechanismen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes wäre das nicht möglich. Denn sie gewährleisten die notwendige Investitionssicherheit.

 

Mit einer Solaranlage, einer Holzpelletheizung oder einer Wärme­pumpe wird das eigene Haus zum Strom- und Wärmeerzeuger. Aber auch ohne Eigenheim kann man beim Umstieg auf eine zukunftsfeste Energieversorgung mitwirken. Bürgerwindparks oder Bürgersolaranlagen bieten beispielsweise die Möglichkeit, sich schon mit kleinen Beträgen am Ausbau der Erneuerbaren Energien zu beteiligen. Nach einer Studie von Trend Research befanden sich 2012 etwa 45 Prozent der installierten Anlagen zur Stromerzeugung aus regenerativen Quellen in der Hand von Privatpersonen und Landwirten.

 

Diese Bürgerbeteiligung schafft die nötige Akzeptanz für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren. Sie eröffnet somit die Chance, Energie künftig umweltschonend und ohne große Risiken vor Ort zu produzieren. Der Wandel von einer zentralen Energieversorgung in Großkraftwerken hin zu flächendeckend verteilten Anlagen, die Strom, Wärme und Mobilität bereitstellen, muss das Leitbild der neuen Energieversorgung sein.

 

Erneuerbare Energien stärken Wirtschaftskraft und Arbeitsmarkt

2012 wurden allein in Deutschland rund 20 Mrd. Euro in Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien investiert. Von dieser Wertschöpfung profitieren neben den Anlagenproduzenten auch kleine und mittelständische Zulieferbetriebe, das lokale Handwerk und die Land- und Forstwirtschaft. Deutsche Hersteller und Zulieferer partizipieren darüber hinaus erheblich am Weltmarkt.

 

Die Förderung von regenerativem Strom, Heizungstechnik und Biokraftstoffen stößt also nicht nur Innovationen an, sie bringt auch zusätzliche Investitionen im heimischen Markt. So löst beispielsweise jeder Fördereuro für regenerative Heizungstechnik etwa das Siebenfache an privaten Investitionen aus. Diese schaffen Wertschöpfung vor Ort, die der gesamten Volkswirtschaft zugutekommt – in Form von Einkommen, Steuereinnahmen oder Arbeitsplätzen.

 

Denn Herstellung, Planung, Installation und Betrieb von Erneuerbare-Energien-Anlagen schaffen Arbeit. Die Zahl der Arbeitsplätze bei den Erneuerbaren Energien hat sich seit dem Jahr 2000 etwa vervierfacht. Inzwischen sind rund 380.000 Menschen in der Branche beschäftigt. Bis zum Jahr 2020 ist ein Anstieg auf 500.000 Jobs realistisch. Mit jedem Arbeitsplatz in der Branche wird die Kaufkraft gestärkt, die Unternehmen sorgen für Steuereinnahmen bei Bund und Kommunen. Davon profitiert die ganze Volkswirtschaft.

 

Erneuerbare Energien sind ein Gewinn für Wirtschaft und Gesellschaft. Sie schaffen regionale Wertschöpfung, Innovation und Exportchancen – und das ohne versteckte Kosten durch Klima- und Umweltschäden. Deshalb muss die Energiewende zielstrebig vorangetrieben werden!

 

Energieblog Niedersachsen fordert:

 

Energiesystem umbauen: Erneuerbare zum Kern der Energieversorgung machen!

Wir wollen, dass Deutschland seine Klimaschutzziele erreicht und unabhängig wird von den schwindenden, schmutzigen und teuren fossil-atomaren Energieträgern. Deshalb müssen die Erneuerbaren Energien in den Mittelpunkt einer dezentral organisierten Energieversorgung rücken. Sie geben den Takt für alle anderen Technologien vor. Im Gegenzug übernehmen die Erneuerbaren Energien immer mehr Verantwortung für eine stabile und sichere Versorgung. Dieser Umbau macht neue Spielregeln für die Energiemärkte notwendig, die den Übergang ins regenerative Zeitalter effektiv gestalten und die Vorteile der Erneuerbaren Energien zur Geltung bringen.

 

Erneuerbare Jetzt: Ausbau zügig fortsetzen!

Die international viel beachtete Energiewende kann nur Erfolg haben, wenn die Erneuerbaren Energien in allen Bereichen zügig ausgebaut werden. Im Stromsektor gilt es Kurs zu halten, damit die Erneuerbaren Energien bis 2020 mindestens einen Anteil von 45 Prozent zum Stromverbrauch beisteuern. Bei der Wärmeerzeugung und im Verkehr bedarf es neuer Impulse, um Effizienzpotenziale zu heben und die fossilen Energieträger zu ersetzen.

 

Vorfahrt für Erneuerbare: Investitionssicherheit erhalten!

Damit Bürger und Mittelstand den Ausbau der Erneuerbaren Energien weiterhin kraftvoll vorantreiben können, bedarf es verlässlicher und fairer Investitionsbedingungen. Im Stromsektor sind das: der Vorrang für Strom aus Erneuerbaren Energien, eine kostendeckende Einspeisevergütung und die Förderung eines breiten erneuerbaren Technologiemixes. Für den Wärmebereich ist ein vom Bundeshaushalt unabhängiges Instrument notwendig, das Anreize für mehr Investitionen in regenerative Heizungssysteme schafft. Im Verkehrssektor gilt es, den Einsatz nachhaltiger Biokraftstoffe zu sichern und erneuerbare Elektromobilität schneller im Markt zu verankern.

 

Weitere Aktionen und Blog-Artikel zu "Erneuerbare Energiewende-Jetzt!"

 

Twitter-Aktion am 6.3. um 10.00 Uhr Hashtag: #EWJetzt

 

http://www.windwaerts.de/de/blog/detail/energiewende-die-revolution-hat-schon-begonnen.html

 

http://www.energiezukunft.eu/projekte/inland/die-energiewende-mit-leben-fuellen/

 

http://www.sma-sunny.com/2014/03/06/gegenwind-fuer-die-eeg-reformplaene-der-bundesregierung/

 

http://blog.sustainment.de/?p=2000

 

http://blog.stromhaltig.de/2014/03/ee-energiewende-jetzt-nicht-nur-geringere-terrorgefahr-dank-oekostrom/#sthash.76n8IR25.dpbs

 

http://www.energynet.de/2014/03/06/energiewende-ist-fuer-jeden-da/

 

http://www.ecoquent-positions.com/banana-ist-das-neue-nimby-biwe-ist-die-antwort-der-dezentralen-energiewende/

 

rae, mär 2014

 

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Kommentare: 1
  • #1

    sarah (Dienstag, 01 April 2014 11:15)

    Im Zuge der „Energiewende Oberland“ begleitet die Bayern FM den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen mit einem mehrstufigen Umsetzungskonzept, das den nachhaltigen und klimaneutralen Betrieb der landkreiseigenen Gebäude (11 Schulen und 4 Wohn-/Verwaltungsgebäude) vorsieht. In drei Phasen erfolgt eine Reduzierung des Energieverbrauchs, der Umstieg auf regenerative Energie sowie die Kompensation der unvermeidbaren CO2-Emissionen durch Klimazertifikate.
    Die stufenweise Vorgehensweise der BayernFM ermöglicht es, unsere finanziellen Ressourcen wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll einzusetzen und alle Entscheidungsgremien in einen regelmäßigen Informations- und Entscheidungsprozess einzubinden.

    <a href=“http://www.bayern-facility-management.de/“>Kosten senken Klima schützen </a> ist das, was uns alle etwas angeht!

    VG
    Sarah

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